Die Schlacht ist geschlagen

Text: Judith Rauscher; Melodie: PurPur (2007)

Einige gerade unserer ersten Lieder haben ihre Wurzeln, wie PurPur selbst, im Liverollenspiel. Die Inspiration zu 'Die Schlacht ist geschlagen' hatte Judith, als sie auf ihrer zweiten Con die Schlachten, aber auch der Kampf der Heiler gegen die geschlagenen Wunden beobachtete. "Gefesselt von diesen Eindrücken, stellte ich mir vor, wie es sein muss, einen Geliebten oder Gefährten unter den Überlebenden einer solchen Schlacht  nicht finden zu können. So war der Ausgang des Liedes geboren."

Text

Die Schlacht ist geschlagen, die Nacht bricht herein
suchende Blicke jagen im Feuerschein
von Mann zu Mann, von Frau zu Frau
Von Mann zu Mann, von Frau zu Frau

Verzweifelt sie eilt, Aschfahl ihr Gesicht
dessen Seele sie teilt, sah bei den Heilern sie nicht
wo sie ihn finden kann weiß sie jetzt genau
wo sie ihn finden kann weiß sie jetzt genau

Wo zuvor in Rüstung und Schild sie standen in engen Reihen
zeigt sich nun ein andres Bild umher sind Klage und Schreien
Tod und Leid, Trauer und Schmerzen
Tod und Leid, Trauer und Schmerz

Noch bevor er ging wie sein Herr ihm befahl
gab sie einen Ring ihrem Brautgemahl
die ganze Zeit wahrte er ihn am Herzen
die ganze Zeit wahrte er ihn am Herz

An einer Kette er ihn trägt als am Morgen die Feinde kommen
als er betend Feind um Feind erschlägt
mit der Hand, die einst die ihre genommen,
Bis schließlich vom feindlichen Hieb getroffen er blutend fällt
Bis schließlich vom feindlichen Hieb er blutend fällt.

Am Waldrand sieht sie ihn liegen, den goldne Ring in der Hand
kniet bei ihm bis die Tränen versiegen, den Blick zu Himmel gewandt
Im Wissen, dass nichts ihr blieb als Trauer in der Welt.
Im Wissen, dass nichts ihr blieb in dieser Welt.

Obgleich Jahr um Jahr verrinnt kniet am Grabe eine Frau
Die Augen vor Tränen blind, ein Ring am Finger, die Haare grau
Denn kalter Stein erzählt nicht von Siegen
Denn kalter Stein erzählt nicht vom Sieg

Schon lang ist es still, wo einst die Schlacht ward geschlagen
Kein einz’ger mehr kommen will, geliebte Tote zu beklagen
Drum tönet bald wieder unbedacht

Für Ruhm und Ehre! Auf in die Schlacht!

Text: Judith Rauscher; Melodie: PurPur (2007)