Mondschein

Text & Melodie: Christine (2006); Arrangement: PurPur (2007)

Dies ist das allererste Lied, das Christine schrieb, um es anschließend auf einem Liverollenspiel zu singen - vor ganzen drei Zuhörern! "Manchmal scheint es, als geschehe alles Leid, das den Menschen auf der Welt zustößt, unbemerkt und unbeachtet. Und trotzdem ändert sich etwas, und nichts ist mehr wie zuvor...

Bild: berggeist007 / pixelio.de

Text

Es stand einst vor einer Witwe Türen
mitten des Nachts ein Soldat
Ihr einziges Kind in den Krieg zu führen
da fiel auf die Knie sie und bat:
"Bitte lasst mir meinen geliebten Sohn
gab dem König ich nicht meinen Gatten schon?"
Doch sie nahmen ihn mit, trotz ihres Flehn
Da wusst' sie, sie würd' ihn nicht wieder sehn.

Refrain:
Und oben am Himmel stand fahl der Mond
als ob nichts geschehen wär'
Auf der Erde jedoch, die sein Schein erhellt
war nichts mehr wie zuvor
war nichts mehr wie zuvor

Zwei Liebende heimlich und furchtsam sich trafen
am Waldrand im Mondenschein
Er war nur ein Bauer, sie die Tochter des Grafen
drum durft' ihre Liebe nicht sein
"Ohne dich zu Leben bricht mir das Herz
darum lass uns beenden heut für immer den Schmerz!"
Lächelnd nahm den Giftbecher er aus ihrer Hand
der auf ewig sie einte durch des Todes Band

Ein Mädchen, kaum sechzehn, auf den Armen ihr Kinde,
ging nachts auf die Brücke vorm Tor.
Die Worte des Pastors "Ein Bastard? Welch Sünde!"
klangen ihr noch immer im Ohr.
"All den Hass, die Verachtung, sollst du die erfahr'n.
Dieses Leben in Schande werd' ich dir erspar'n!"
So sprach sie und mit einem letzen Kuss
warf sie ihr Bündel hinab in den Fluss

Text & Melodie: Christine (2006); Arrangement: PurPur (2007)